Tipps für Wanderer zum Umgang mit Herdenschutzhunden
Herdenschutzhunde sind keine Haustiere, sondern Schutzhunde mit einem klaren Auftrag. Sie schützen Nutztiere in den Alpen effizient vor Grossraubtieren. Und helfen damit auch streng geschützten Tieren wie Bär und Wolf, weil diese wegen der Herdenschutzhunde weniger Nutztiere reissen und so die Akzeptanz für die Grossraubtiere in den betroffenen Regionen verstärkt wird. Um Konflikte zu vermeiden, müssen Wanderer und Biker wissen, wie man sich richtig verhält, wenn man auf geschützte Schafherden trifft.
Insbesondere wenn Sie einen eigenen Hund mit sich führen, sollten Sie diesen an die Leine nehmen. Denn Bellen, Knurren und Wegbeissen fremder Hunde in der Nähe der Herde ist für den Herden- schutzhund normal.
Weitere Verhaltenstipps erhalten Sie in diesem Film des WWF:
Herdenschutzhunde in der Schweiz
Seit 1999 werden in der Schweiz Herdenschutzhunde gezüchtet und aufgezogen. Inzwischen sind 8 Herdenschutzexperten für die Zucht und die Hundeberatung von AGRIDEA beauftragt. Sie sind für die gezielte Zucht, richtige Sozialisierung und Ausbildung dieser Hunde wie auch für die Beratung der betroffenen Schäfer zuständig.
Anforderungen an einen Herdenschutzhund:
- Er orientiert sich an den Schafen, d.h. er ist in die Herde integriert und herdentreu
- Er zeigt zuverlässiges Schutzverhalten
- Er verletzt keine Herdentiere
- Er ist nicht aggressiv gegenüber Personen
- Er verhält sich angepasst gegenüber fremden Hunden
- Er streunt und wildert nicht
